Rimactazid® 150/75

许可持有人: Sandoz Pharmaceuticals AG · 许可编号: 56769

这是官方患者信息(说明书)。它不能替代咨询或处方:如对使用、剂量或副作用有疑问,请咨询您的医生或药剂师。

概览

Rimactazid® 150/75 已在瑞士获批(批准文号 56769)。 上市许可持有人:Sandoz Pharmaceuticals AG。

保险支付资格: 保险支付 — 由基础保险承保

简要说明

根据患者须知自动生成的摘要,未经医生审核。不含剂量信息,也不评估您的个人情况——以完整的说明书为准。

用途

Rimactazid 含有两种针对引起结核病的细菌的活性成分。它用于成人结核治疗的巩固阶段。→

禁用情况
  • 已知对活性成分利福平或异烟肼,或对辅料过敏者不得使用。→
  • 如果既往服用异烟肼后出现严重皮疹、皮肤剥脱、水疱形成或口腔溃烂,则不得使用。→
  • 患有黄疸、严重肝病或既往发生过药物性肝炎者不得使用。→
  • 患有四肢神经炎者不得使用。→
  • 患有名为卟啉症的造血功能障碍者不得使用。→
  • 不得与某些药物同时服用,例如伏立康唑、蛋白酶抑制剂、氟烷、吡喹酮或沙奎那韦/利托那韦组合。→
注意事项
  • 若出现严重超敏反应迹象,如流感样症状、呼吸困难、皮肤出血或严重皮疹,应立即寻求医疗帮助。→
  • 若出现严重且持续的腹泻,未经医生咨询不得继续治疗,也不得服用抑制肠道蠕动的药物。→
  • 为避免防御反应或其他副作用,不得自行中断治疗。→
  • 若出现肝炎症状,如疲劳、恶心、皮肤或眼睛发黄,应立即就医。→
  • 患有糖尿病、癫痫或严重肾功能不全者在治疗期间需要特别的医疗监测。→
  • 参与道路交通或操作机器的能力可能受到影响,尤其是在饮酒的情况下。→
妊娠和哺乳期

除非医生确定的益处超过对胎儿的潜在风险,否则妊娠期间不应使用 Rimactazid。哺乳期妇女不得哺乳,因为活性成分会进入母乳。→

可能的副作用→
  • 流感样综合征,伴有发热、头痛和肢体疼痛
  • 肝功能异常
  • 皮疹、瘙痒和面部潮红
  • 消化不适,如恶心、呕吐和腹泻
  • 疲劳、嗜睡以及手和脚的刺痛感
  • 尿液、唾液、眼泪和汗液呈红色变色
  • 伴有水疱形成和皮肤脱落的严重皮肤反应
  • 视力障碍和眼痛
储存

药品应保存在原包装中,置于 25°C 以下温度,防潮,并放置在儿童无法触及的地方。→

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Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen bzw. anwenden. Dieses Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden und Sie sollten es nicht an andere Personen weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte ihnen das Arzneimittel schaden. Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Rimactazid® 150/75

Sandoz Pharmaceuticals AG

Was ist Rimactazid und wann wird es angewendet?

Die beiden Wirkstoffe, die in Rimactazid enthalten sind, ergänzen sich in ihrer Wirkung gegen Bakterien, die Tuberkulose verursachen.

Rimactazid wird auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin u.a. für die Fortsetzungsphase der Behandlung von Tuberkulose bei Erwachsenen eingesetzt (nach intensiver Initialphase mit zusätzlichen Wirkstoffen).

Rimactazid darf nur auf Verschreibung und unter ständiger Kontrolle eines Arztes oder einer Ärztin verwendet werden.

Was sollte dazu beachtet werden?

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin zur Behandlung Ihrer gegenwärtigen Erkrankung verschrieben. Die Antibiotika in Rimactazid sind nicht gegen alle Mikroorganismen, welche Tuberkulose verursachen, wirksam. Die Anwendung eines falsch gewählten oder nicht richtig dosierten Tuberkulostatikums kann Komplikationen verursachen. Wenden Sie es deshalb nie von sich aus für die Behandlung anderer Erkrankungen oder anderer Personen an. Auch bei späteren neuen Infektionen dürfen Sie Rimactazid nicht ohne erneute ärztliche Konsultation anwenden.

Wann darf Rimactazid nicht eingenommen werden?

Bei bekannter Überempfindlichkeit gegen einen der zwei Wirkstoffe (Rifampicin und Isoniazid) oder einen der Hilfsstoffe.

Eine Überempfindlichkeit äussert sich z.B. durch Asthma, Kreislaufbeschwerden, Schwellungen der Haut (z.B. Nesselfieber) und der Schleimhäute oder Hautausschläge.

Rimactazid darf nicht eingenommen werden bei Patienten/Patientinnen, die nach der Einnahme von Isoniazid jemals einen schweren Hautausschlag oder Hautabschälungen, Blasenbildung und/oder wunde Stellen im Mund entwickelt haben.

Bei Gelbsucht oder einer schweren Lebererkrankung.

Wenn Sie bereits einmal eine medikamentös bedingte Leberentzündung durchgemacht haben.

Wenn Sie an einer Nervenentzündung der Gliedmassen leiden.

Bei einer Störung der Blutbildung (Porphyrie).

Gleichzeitige Therapie mit Voriconazol (Mittel zur Behandlung von Pilzinfektionen), Proteaseinhibitoren (Mittel zur Behandlung von HIV-Infektionen), Halothan, Praziquantel (ein Wurmmittel).

Rimactazid darf nie zusammen mit der Wirkstoffkombination Saquinavir/Ritonavir eingenommen werden, da es zu schweren Leberzellschädigungen kommen kann.

Wann ist bei der Einnahme von Rimactazid Vorsicht geboten?

Bei einem Auftreten von akuten, schweren Überempfindlichkeitsreaktionen wie grippeartige Erscheinungen, schweren Bauchbeschwerden oder Durchfall, Atemstörungen, Hautblutungen, Kreislaufbeschwerden, Schwellungen der Haut (z.B. Nesselfieber) und der Schleimhäute, Hautausschläge oder anderen neuen Krankheitszeichen informieren Sie unverzüglich Ihre Ärztin oder Ihren Arzt (siehe «Welche Nebenwirkungen kann Rimacazid haben?»). Patienten, bei welchen solche Erscheinungen auftreten, dürfen nie wieder mit Rimactazid behandelt werden. Beim Auftreten von schweren, anhaltenden Durchfällen während oder nach der Behandlung mit Rimactazid sollten Sie unverzüglich Ihre Ärztin oder Ihren Arzt aufsuchen. Arzneimittel, welche die Darmbewegungen hemmen, dürfen nicht eingenommen werden.

Eine allfällige Wiederaufnahme der Therapie darf auf keinen Fall ohne ärztliche Konsultation erfolgen, da sonst unter Umständen schwerwiegende Nebenwirkungen auftreten können.

Die Therapie darf nicht ohne Absprache mit der Ärztin oder dem Arzt unterbrochen werden, um Abwehrreaktionen oder andere Nebenwirkungen zu vermeiden (Hautreaktionen, Grippesymptome).

Es wurden schwere arzneimittelinduzierte Hautreaktionen, darunter Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), toxisch epidermale Nekrolyse (TEN), Arzneimittelwirkung mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS) und akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP), die lebensbedrohlich oder tödlich sein können, im Zusammenhang mit Isoniazid berichtet. Brechen Sie die Einnahme von Rimactazid unverzüglich ab und begeben Sie sich umgehend in ärztliche Behandlung, wenn Sie eines oder mehrere der in der Rubrik «Welche Nebenwirkungen kann Rimactazid haben?» beschriebenen Symptome im Zusammenhang mit diesen schweren Hautreaktionen bemerken.

Leberfunktionsstörungen

Die in Rimactazid enthaltenen Wirkstoffe können Leberfunktionsstörungen, Leberentzündungen und schwere Leberschäden, in Einzelfällen mit tödlichem Verlauf verursachen.

Ihre Ärztin oder Ihr Arzt wird deshalb Ihre Leberfunktion sorgfältig überwachen, insbesondere bei Vorliegen folgender Risikofaktoren für Leberzellschäden:

·Zunehmendes Alter.

·Vorbestehende Lebererkrankung.

·Bei Nierenfunktionsstörungen.

·Gleichzeitige Einnahme leberschädigender Arzneimittel.

·Beeinträchtigte Nierenfunktion.

·Täglicher Alkoholkonsum/Alkoholüberkonsum.

·Schlechter Ernährungszustand.

·Schwarze oder lateinamerikanische Frauen.

Erkrankung der Leber

Frühe Warnzeichen einer Leberentzündung sind Müdigkeit, Schwächegefühl, Unwohlsein, Appetitlosigkeit, Übelkeit oder Erbrechen. Weitere Zeichen sind Gelbfärbung der Augen (Bindehaut) oder der Haut oder entfärbter Stuhl. Suchen Sie bei Auftreten solcher Symptome umgehend Ihre Ärztin oder Ihren Arzt auf. Vor und während der Behandlung sollten die Nierenfunktion, die Leberwerte und das Blutbild überwacht werden.

Diabetes

Patientinnen oder Patienten mit Zuckerkrankheit müssen vorsichtig sein, da die Kontrolle des Diabetes während der Behandlung mit Rimactazid erschwert ist.

Epilepsie

Patientinnen und Patienten mit Epilepsie müssen unter besonderer medizinischer Überwachung stehen. Bei Epileptikern können Anfälle möglicherweise vermehrt auftreten.

Nierenfunktionsstörungen

Patientinnen oder Patienten mit schweren Nierenfunktionsstörungen dürfen Rimactazid nur einnehmen, wenn sie unter strikter medizinischer Überwachung stehen. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird zu Beginn und danach in regelmässigen Abständen neben der Leberfunktion auch das Blutbild und die Nierenfunktion überprüfen.

Patientinnen oder Patienten mit schlechtem Ernährungszustand, Jugendlichen oder Patientinnen und Patienten mit Neigung zu Nervenleiden (z.B. bei Zuckerkrankheit) wird die Ärztin oder der Arzt allenfalls zusätzlich Vitamin B6 verordnen.

Einnahme von Rimactazid mit anderen Arzneimitteln

Sehr viele Arzneimittel (Ihre Ärztin oder Ihr Arzt bzw. Ihre Apothekerin oder Ihr Apotheker weiss welche) können weniger wirksam sein oder es können vermehrt Nebenwirkungen auftreten, wenn sie gleichzeitig mit Rimactazid verabreicht werden.

Bitte informieren Sie deshalb Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin über alle Arzneimittel (auch selbstgekaufte!), die Sie einnehmen, vor kurzem eingenommen haben oder wenn Sie beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen.

Wenden Sie dieses Arzneimittel nicht an und informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, falls Sie eines oder mehrere der unter «Wann darf Rimactazid nicht eingenommen werden?» aufgeführten Arzneimittel einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie ein Arzneimittel oder einen Wirkstoff aus den folgenden Arzneimittelgruppen einnehmen:

·Mittel zur Behandlung von Pilzinfektionen (z.B. Ketoconazol, Terbinafin)

·Schlaf- oder Beruhigungsmittel (z.B. Midazolam, Triazolam, Phenobarbital)

·Mittel zur Behandlung zu hoher Blutfettwerte(z.B. Statine wie Simvastatin)

·Mittel zur Behandlung von HIV-Infektionen (z.B. Ritonavir, Saquinavir, Nevirapin, Efavirenz, Zidovudin, Indinavir, Delavirdin)

·Antibiotika (z.B. Linezolid, Chloramphenicol, Doxycyclin, Clarithromycin)

·Malariamittel (z.B. Atovaquon, Chinin)

·Mittel gegen Epilepsie (z.B. Phenytoin, Carbamazepin, Valproinsäure, Primidon, Phenobarbital)

·Mittel gegen Herzkrankheiten, Herzrhythmusstörungen oder hohen Blutdruck (z:B. Digoxin, Eplerenon, Diltiazem, Nifedipin, Verapamil, Propranolol, Enalapril, Losartan)

·Mittel zur Behandlung von Diabetes/ Zuckerkrankheit (z.B. Glibenclamid, Pioglitazon)

·Gewisse Schmerzmittel (z.B. Paracetamol, Morphin, Etoricoxib)

·Mittel zur «Blutverdünnung»

·Immunabwehr herabsetzende Mittel (z.B. Ciclosporin, Azathioprin, Tacrolimus, Mycophenolat)

·Methadon

·Disulfiram (Antabus®)

·Kortikosteroide (z.B. Hydrocortison)

·Levothyroxin (Mittel bei Schilddrüsenerkrankungen)

·Praziquantel (ein Wurmmittel)

·Mittel gegen Depressionen (z.B. Amitryptilin)

·Mittel gegen psychotische Störungen (z.B. Haloperidol, Clozapin, Aripiprazol)

·Bestimmte Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen (z.B. Ondansetron)

·Theophyllin (bei Asthma)

·Bestimmte Mittel bei Krebserkrankungen (z.B. Tamoxifen, Irinotecan)

·Weibliche Geschlechtshormone (Oestrogene)

·Fexofenadin (gegen Allergien)

·Levodopa (bei Parkinson-Krankheit)

·Mittel gegen übermässige Säureproduktion im Magen (z.B. Cimetidin)

Arzneimittel gegen Magenübersäuerung können die Wirkung von Rimactazid abschwächen. Deshalb sollte Rimactazid mindestens 1 Stunde vor einem Präparat gegen Magenübersäuerung eingenommen werden.

Empfängnisverhütung (Kontrazeption)

Vorsicht ist geboten, wenn Sie orale Kontrazeptiva (die «Pille») anwenden, da bei der gleichzeitigen Einnahme mit Rimactazid die empfängnisverhütende Wirksamkeit der Pille beeinträchtigt wird; es sollten deshalb zusätzlich andere nicht-hormonelle Verhütungsmethoden angewandt werden.

Einnahme von Rimactazid zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol

Während der Behandlung mit Rimactazid sollten Sie keinen Alkohol zu sich nehmen.

Wechselwirkungen können mit bestimmten Nahrungsmitteln (Fisch, Käse, Rotwein) auftreten und zu übermässigen Reaktionen wie Kopfschmerzen, Schwitzen, Herzklopfen und Gesichtsrötung führen. Die Einnahme dieser Nahrungsmittel sollte während einer Behandlung mit Rimactazid vermieden werden.

Bedienen von Maschinen

Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen kann die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Strassenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden. Dies gilt in verstärktem Masse im Zusammenwirken mit Alkohol.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d.h. es ist nahezu «natriumfrei».

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.

Darf Rimactazid während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Rimactazid sollte während der Schwangerschaft nicht verabreicht werden.

Teilen Sie Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt mit, falls Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen. Sie resp. er wird entscheiden, ob der therapeutische Nutzen von Rimactazid ein mögliches Risiko für das Kind rechtfertigt.

Mütter, die mit Rimactazid behandelt werden, sollten Ihr Kind nicht stillen, da die Wirkstoffe von Rimactazid mit der Muttermilch ausgeschieden werden. Ist eine Behandlung erforderlich, muss abgestillt werden.

Wie verwenden Sie Rimactazid?

Rimactazid muss gemäss den Anweisungen Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin eingenommen werden.

Ihr Arzt oder Ihre Ärztin setzt die Dosierung und die Behandlungsdauer fest. Nur bei strikter Einhaltung dieser Vorschriften kann der grösstmögliche Nutzen von Rimactazid erreicht werden. Brechen Sie die Therapie nicht vorzeitig ab, selbst wenn Sie sich besser fühlen. Denn oft klingen die Krankheitszeichen vor vollständiger Heilung der Infektion ab. Eine ungenügende Anwendungsdauer oder ein zu frühes Beenden der Behandlung kann ein erneutes Aufflammen der Erkrankung zur Folge haben.

Sofern vom Arzt bzw. der Ärztin nicht anders verordnet, wird Rimactazid wie folgt dosiert:

Dosierung für Erwachsene

Die übliche Tagesdosis beträgt je nach Körpergewicht 2–5 Filmtabletten Rimactazid:

Gewicht des Patienten

Anzahl Filmtabletten pro Tag

30–37 kg*

2

38–54 kg

3

55–70 kg

4

71 kg oder mehr

5

*Rimactazid ist für die Anwendung bei Kindern unter 8 Jahren und bei Patienten unter 30 kg Körpergewicht nicht geeignet.

Anwendung

Nehmen Sie die ganze Tagesdosis von Rimactazid Filmtabletten auf einmal, immer zur gleichen Tageszeit, auf nüchternen Magen mit etwas Flüssigkeit und mindestens eine Stunde vor einer Mahlzeit ein.

Gegebenenfalls kann Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin Ihnen zusätzlich noch andere Tuberkulosemittel verschreiben.

Es ist wichtig, dass Sie Rimactazid täglich, ohne Unterbruch einnehmen, da sonst die Wirksamkeit nicht gewährleistet ist oder vermehrt unerwünschte Wirkungen auftreten können.

Eine begonnene Therapie mit Tuberkulostatika sollte so lange wie von der Ärztin oder vom Arzt verordnet, durchgeführt werden. Weder die tägliche Dosis noch die Therapiedauer dürfen ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin geändert werden.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Rimactazid haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Rimactazid auftreten:

Allergische und sonstige Überempfindlichkeitsreaktionen

Sehr häufig: Grippe-ähnliches Syndrom (Fieber, Kopfschmerzen, Schüttelfrost, Benommenheit, Knochen-, Muskel-und Gelenkschmerzen, Schwindel) besonders bei Wiederaufnahme der Behandlung nach einer vorübergehenden Unterbrechung.

Häufig: allergische und andere Reaktionen wie Hautausschlag und Fieber

Konsultieren Sie sofort Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin beim Auftreten von Schwellungen der Haut oder Schleimhäute, grossflächigem Hautausschlag, Nesselfieber, Hautrötungen, Atemproblemen oder Kreislaufbeschwerden.

Selten: anaphylaktische Reaktionen (Überempfindlichkeitsreaktionen mit Atemnot und Kreislaufversagen), Kurzatmigkeit, Keuchen, Blutdruckabfall, Schock, Ödeme (Wasseransammlung im Gewebe), angioneurotisches Ödem (Schwellungen im Gesicht, Zunge, Rachen oder Kehlkopf mit Schluck- und Atembehinderung), akutes Nierenversagen, rheumatische Beschwerden, Autoimmunerkrankungen, Lupus erythematodes-ähnliche Zeichen und Symptome (Muskel- und Gelenkschmerzen, Müdigkeit, Hautausschlag und Fieber).

Erkrankungen der Haut

Häufig: Hitzegefühl, Gesichtsrötung, Juckreiz mit oder ohne Hautausschlag, Hautausschlag, Nesselsucht, Akne

Selten: ernsthafte Überempfindlichkeitsreaktionen mit schweren, möglicherweise lebensbedrohlichen Hautreaktionen, welche sich mit Hautausschlag und Rötung, ausgedehnter Blasenbildung und Ablösung der Haut und Schleimhaut zeigen. Begleitend können grippeähnliche Symptome wie Fieber und geschwollene Lymphknoten auftreten. Konsultieren Sie sofort Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin beim Auftreten von einem oder mehreren dieser Symptome.

Sehr selten: punktförmige Hautblutungen. Konsultieren Sie sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn punktförmige Hautblutungen auftreten.

Brechen Sie die Einnahme von Rimactazid ab und informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie eines der folgenden Symptome bemerken:

·rötliche, nicht erhabene, zielscheibenartige oder kreisförmige Flecken am Rumpf, häufig mit Blasenbildung in der Mitte, Abschälen der Haut, Geschwüre in Mund, Rachen und Nase sowie an den Genitalien und Augen. Diesen schweren Hautausschlägen können Fieber und grippeähnliche Symptome vorausgehen (Stevens-Johnson-Syndrom oder toxisch epidermale Nekrolyse).

·grossflächiger Ausschlag, hohe Körpertemperatur und vergrösserte Lymphknoten (DRESS-Syndrom oder Arzneimittel-Überempfindlichkeitssyndrom).

·roter, schuppiger, ausgedehnter Hautausschlag mit Erhebungen unter der Haut und Blasen begleitet von Fieber. Die Symptome treten in der Regel zu Beginn der Behandlung auf (akute generalisierte exanthematische Pustulose).

Augenerkrankungen

Häufig: Rötung der Augen

Selten: verschwommenes Sehen, Augenschmerzen, Bindehautentzündung, Schädigung des Sehnervs, Sehstörungen, Bindehautreizungen

Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts

Häufig: Mundtrockenheit, Sodbrennen, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Völlegefühl, Erbrechen, Gasansammlung im Darm, Magenschmerzen, Oberbauchbeschwerden oder Durchfall.

Bei Auftreten von schweren, anhaltenden Durchfällen während oder nach der Behandlung sollten Sie unverzüglich Ihre Ärztin oder Ihren Arzt konsultieren. Arzneimittel, welche die Darmperistaltik (Darmbewegung) hemmen, dürfen nicht eingenommen werden.

Selten: Magenschleimhautentzündung, Bauchspeicheldrüsenentzündung (Anzeichen sind schwere Schmerzen in Bauch und Rücken).

Erkrankungen der Leber und der Gallenblase

Sehr häufig: Leberfunktionsstörungen

Häufig: Leberentzündung

Gelegentlich: Gelbsucht

Selten: Auslösung von Stoffwechselerkrankungen, Leberschäden, schwere Leberentzündungen mit in sehr seltenen Fällen tödlichem Verlauf (siehe «Wann ist bei der Einnahme von Rimactazid Vorsicht geboten?»).

Zeichen einer Leberentzündung können Müdigkeit, Schwäche, Appetitlosigkeit, Unwohlsein, Übelkeit und Erbrechen sein. Kontaktieren Sie bei Auftreten dieser Symptome sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Selten: Ein Mangel an Blutplättchen (mit oder ohne punktförmige Hautblutungen), an weissen Blutkörperchen sowie eine Blutarmut können auftreten. Eine Zunahme bestimmter weisser Blutkörperchen sowie verstreut auftretende Gerinnungsstörung innerhalb der Blutgefässe wurden ebenfalls beobachtet. Konsultieren Sie sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn punktförmige Hautblutungen auftreten. Bei Fortsetzung der Behandlung nach Auftreten von Hautblutungen wurde über Gehirnblutungen und Todesfälle berichtet.

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: Müdigkeit, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit, Schwindel, Kribbelgefühl, Taubheitsgefühl, Brennen oder Schwächegefühl an Händen und Füssen

Selten: geistige Verwirrtheit, Bewusstseinsveränderungen, Psychosen, Gedächtnisstörungen, Koordinationsstörungen der Bewegungen, Verlust der Sehnenreflexe, Krämpfe

Erkrankungen der Atemwege

Selten: Kurzatmigkeit, Keuchen

Herz und Gefässerkrankungen

Selten: niederer Blutdruck, Ödeme

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Selten: Beschwerden beim Wasserlösen, Blut im Urin, akutes Nierenversagen und Nierenentzündung.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Selten: Muskelschwäche, Muskelschmerzen, rheumatische Beschwerden.

Nicht bekannt: Lupus-ähnliches Syndrom (das Symptome wie geschwollene Gelenke, Müdigkeit und Hautausschläge verursacht).

Hormonelle Erkrankungen und Stoffwechselstörung

Selten: Störungen des Menstruationszyklus während einer längeren Behandlung mit Rimactazid, Vergrösserung der Brustdrüse (Gynäkomastie)

Verfärbung von Körperflüssigkeiten

Rötliche Verfärbung von Körperflüssigkeiten (Urin, Speichel, Tränen, Stuhl, Schweiss, abgehusteter Schleim).

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Was ist ferner zu beachten?

Urin, Speichel, Schweiss und Tränen und somit auch weiche Kontaktlinsen (letztere dauerhaft) können sich aufgrund der roten Farbe eines der Wirkstoffe rötlich verfärben. Sie sollten daher während der Behandlung keine weichen Kontaktlinsen tragen.

In der Originalverpackung, nicht über 25°C, vor Feuchtigkeit geschützt und ausser Reichweite von Kindern lagern.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Entsorgungshinweis

Entsorgen Sie keine Arzneimittel in das Abwasser oder den Hausmüll. Geben Sie abgelaufene oder nicht mehr benötigte Arzneimittel aus Haushalten an einer Abgabestelle (z.B. Apotheke, Drogerie, Arztpraxis) oder an einer Sammelstelle zurück. Diese Massnahmen tragen zum Schutz der Umwelt bei.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Rimactazid enthalten?

Wirkstoffe

1 Filmtablette Rimactazid enthält 150 mg Rifampicin und 75 mg Isoniazid und Hilfsstoffe.

Hilfsstoffe

Kern

Maisstärke, vorverkleisterte Stärke, Natriumlaurylsulfat, Crospovidon, Magnesiumstearat, Talkum.

Überzug

Copovidone, Hypromellose, Talkum, Titandioxid, Macrogol 400, Eisenoxid rot, Macrogol 6000.

Zulassungsnummer

56769 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Rimactazid? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken gegen ärztliche Verschreibung, die nur zum einmaligen Bezug berechtigt.

Rimactazid 150/75: 60 Filmtabletten

Zulassungsinhaberin

Sandoz Pharmaceuticals AG, Risch; Domizil: Rotkreuz

Diese Packungsbeilage wurde im April 2026 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

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