Eine Nebenhöhlenentzündung äussert sich durch Druck und Schmerz im Gesicht, eine verstopfte Nase und ein eingeschränktes Riechvermögen. Häufig entwickelt sie sich aus einer Erkältung. Die Beschwerden bessern sich in den meisten Fällen innerhalb von ein bis zwei Wochen. Nasenpflege, ausreichend Trinken und Geduld sind oft die wichtigsten Begleiter.
Mögliche Ursachen
Virusinfekt
Meist folgt die Entzündung auf eine Erkältung. Die Schleimhäute schwellen an und der Abfluss aus den Nebenhöhlen ist behindert.
Bakterielle Entzündung
Seltener siedeln sich zusätzlich Bakterien an, was die Beschwerden verlängern oder verstärken kann.
Verengte Abflusswege
Eine verkrümmte Nasenscheidewand oder Polypen können den Abfluss dauerhaft erschweren und Entzündungen begünstigen.
Allergien
Eine allergisch bedingte Schwellung der Schleimhäute kann die Belüftung der Nebenhöhlen stören.

Typische Schritte beim Arzt
- 1Die Ärztin oder der Arzt beurteilt Nase und Gesicht und fragt nach dem Verlauf der Beschwerden.
- 2Bei länger anhaltenden oder wiederkehrenden Beschwerden können eine Nasenspiegelung oder eine Bildgebung ergänzt werden.
- 3Die Behandlung zielt auf das Abschwellen der Schleimhäute und den freien Abfluss ab und richtet sich nach der Ursache.
Was Sie selbst tun können
- Nasenspülungen oder -sprays mit Kochsalzlösung können Sie ausprobieren; der Nutzen ist allerdings nur begrenzt belegt. Feuchte, warme Luft — etwa nach dem Duschen oder mit einem Luftbefeuchter — empfinden viele als angenehm; ein belegter Nutzen besteht nicht. Von Schüsseln mit sehr heissem Wasser ist wegen der Verbrühungsgefahr abzuraten, besonders bei Kindern.
- Reichlich trinken, um den Schleim flüssig zu halten.
- Für ausreichend Ruhe sorgen und den Kopf beim Schlafen etwas erhöht lagern.
Eine Schwellung oder Rötung um das Auge, Sehstörungen, hohes Fieber, starke Kopfschmerzen oder Nackensteife gehören sofort auf den Notfall (144) — sie können auf eine Ausbreitung der Entzündung hinweisen. Halten die Beschwerden länger als etwa zehn Tage an, kehren sie häufig wieder oder verstärken sie sich deutlich, ist eine Abklärung sinnvoll. Zuständig sind die Hausarztpraxis oder eine HNO-Praxis.

Häufige Fragen
- Wie lange dauert eine Nebenhöhlenentzündung?
- Meist bessern sich die Beschwerden innerhalb von ein bis zwei Wochen. Halten sie länger an, ist eine Beurteilung ratsam.
- Helfen Nasenspülungen?
- Viele Betroffene empfinden Spülungen mit Salzlösung als angenehm und reinigend. Sie ergänzen die übrige Pflege der Nase.
Nicht sicher, ob und zu wem Sie gehen sollten? Schildern Sie Ihre Beschwerden — wir finden die passende Praxis in Ihrer Nähe.
