Valacivir-Mepha Filmtabletten

Marketing authorisation holder: Mepha Pharma AG · Authorisation number: 58658

This is the official patient information (package leaflet). It does not replace advice or prescription: if you have questions about use, dosage or side effects, please consult your doctor or pharmacist.

At a glance

Valacivir-Mepha Filmtabletten is authorised in Switzerland (authorisation number 58658). Marketing authorisation holder: Mepha Pharma AG.

Reimbursement status: Reimbursed with Limitatio (subject to conditions)

In plain words

Automatically generated summary of the patient information, not reviewed by a doctor. It contains no dosage and does not assess your individual situation — the full leaflet is authoritative.

What it is used for

Valacivir-Mepha is a medicine used against the varicella zoster virus, which causes shingles, and against the herpes simplex virus, which causes blisters on the skin and mucous membranes. It is also used to prevent cytomegalovirus infection and disease following kidney transplantation.→

When not to use it
  • The medicine must not be used in case of known hypersensitivity to the active substance, to aciclovir, or to any of the excipients.→
  • It must not be used if, after taking valaciclovir, an extensive skin rash accompanied by fever, enlarged lymph nodes, elevated liver enzymes, or eosinophilia has ever occurred.→
What to watch out for
  • During treatment, adequate fluid intake must be ensured.→
  • In the event of signs of severe skin reactions such as widespread rash with blisters, nodules under the skin, or flu-like symptoms, the medicine must be discontinued and medical help sought immediately.→
  • In the case of known renal impairment, the doctor must be informed, as an adjustment may be necessary.→
  • Women of childbearing potential should initiate effective contraception before starting long-term treatment.→
  • The medicine should not be used in children under 12 years of age, as no experience is available yet.→
  • Due to possible side effects, caution is advised when driving vehicles or operating machinery.→
Pregnancy and breastfeeding

Valacivir-Mepha may only be taken during pregnancy and breastfeeding on medical advice. Breastfeeding should not be continued during treatment.→

Possible side effects→
  • Headache
  • Nausea
  • Abdominal discomfort
  • Vomiting
  • Diarrhoea
  • Skin rashes and itching
  • Dizziness and confusion
  • Kidney pain
Storage

The medicine must be stored in the original packaging, at temperatures not exceeding 25°C, and out of the reach of children.→

This patient information is not available in your language — the German version is displayed.

Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen. Dieses Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden und Sie dürfen es nicht an andere Personen weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte ihnen das Arzneimittel schaden.

Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Valacivir-Mepha Filmtabletten

Mepha Pharma AG

Was ist Valacivir-Mepha und wann wird es angewendet?

Valacivir-Mepha ist ein Arzneimittel gegen das Herpes zoster-Virus, den Erreger der Gürtelrose und gegen das Herpes simplex-Virus, den Erreger der Bläschen auf Haut und Schleimhaut (z.B. Lippen, Wangen, Mund, Geschlechtsorgane). Der Wirkstoff von Valacivir-Mepha hemmt die Vermehrung der Herpesviren, ohne die normalen Stoffwechselvorgänge zu beeinträchtigen. Die Herpesviren bewirken auf Haut und Schleimhaut Bläschenbildung.

Valacivir-Mepha wird ebenfalls angewendet zur Verhütung der Cytomegalovirus (CMV)-Infektion und -Erkrankung nach einer Nierentransplantation.

Die Valacivir-Mepha Filmtabletten werden bei der Gürtelrose, dem Herpes labialis und genitalis sowie zur Verhütung der CMV-Infektion eingenommen.

Valacivir-Mepha ist nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin hin zu verwenden.

Was sollte dazu beachtet werden?

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin zur Behandlung Ihrer gegenwärtigen Erkrankung verschrieben.

Das Virostatikum in Valacivir-Mepha ist nicht gegen alle Mikroorganismen, welche Infektionskrankheiten verursachen, wirksam. Die Anwendung eines falsch gewählten oder nicht richtig dosierten Virostatikums kann Komplikationen verursachen. Wenden Sie es deshalb nie von sich aus für die Behandlung anderer Erkrankungen oder anderer Personen an.

Bitte achten Sie darauf, dass Sie während der Behandlung mit Valacivir-Mepha genügend Flüssigkeit zu sich nehmen.

Wann darf Valacivir-Mepha nicht eingenommen werden?

Valacivir-Mepha darf nicht angewendet werden bei einer bekannten Überempfindlichkeit auf den Wirkstoff von Valacivir-Mepha und Zovirax (Aciclovir) oder auf die Hilfsstoffe in den beiden Tablettenformen.

Wenn Sie nach der Einnahme von Valaciclovir jemals einen ausgedehnten Hautausschlag in Verbindung mit Fieber, vergrösserten Lymphknoten, erhöhten Konzentrationen von Leberenzymen und/oder Eosinophilie (Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen) entwickelt haben, darf Valacivir-Mepha nicht angewendet werden.

Wann ist bei der Einnahme von Valacivir-Mepha Vorsicht geboten?

Valacivir-Mepha kann in sehr seltenen Fällen schwere Hautreaktionen verursachen. Während der Einnahme von Valacivir-Mepha müssen Sie auf bestimmte Symptome achten, um das Risiko von Problemen zu verringern. Mögliche Symptome sind: Weit verbreiteter roter oder schuppiger Ausschlag mit Blasen (die Eiter enthalten können), Knoten unter der Haut oder Hautablösung, grippeähnliche Symptome mit Ausschlag, Fieber, geschwollenen Lymphknoten und abnormalen Blutwerten. Wenn Sie Anzeichen oder Symptome schwerer Hautreaktionen bemerken, setzen Sie Valacivir-Mepha ab und wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt resp. Ihre Ärztin (siehe «Welche Nebenwirkungen kann Valacivir-Mepha haben?»).

Wenn eine bekannte Nierenfunktionsstörung vorliegt, muss dies dem Arzt bzw. der Ärztin mitgeteilt werden, da möglicherweise die Dosierung angepasst werden muss.

Bevor eine Langzeitbehandlung begonnen wird, sollte bei Frauen im gebärfähigen Alter eine wirksame Empfängnisverhütung eingeleitet werden.

Da noch keine Erfahrungen vorliegen, soll Valacivir-Mepha bei Kindern unter 12 Jahren nicht angewendet werden.

Aufgrund möglicher Nebenwirkungen ist Vorsicht angebracht beim Lenken von Fahrzeugen und Bedienen von Maschinen.

Hilfsstoffe

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Filmtablette, d.h. es ist nahezu «natriumfrei».

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!.

Darf Valacivir-Mepha während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Valacivir-Mepha dürfen Sie während der Schwangerschaft und Stillzeit nur auf Anordnung Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin einnehmen.

Während der Einnahme von Valacivir-Mepha sollte nicht gestillt werden.

Wie verwenden Sie Valacivir-Mepha?

Wenn Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin nichts anderes verordnet, gelten für Erwachsene die folgenden Dosierungsempfehlungen:

·Behandlung der Gürtelrose: 3× täglich 1000 mg Valacivir-Mepha während 7 Tagen.

·Behandlung einer Herpes simplex-Infektion: 2× täglich 500 mg Valacivir-Mepha während 5 Tagen, wobei Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin die Behandlungsdauer festlegt.

·Vorbeugung von Herpes simplex-Rückfällen: 1× täglich 500 mg Valacivir-Mepha, bei immungeschwächten Patienten 2× täglich 500 mg Valacivir-Mepha, wobei die Behandlungsdauer jeweils vom Arzt bzw. der Ärztin festgelegt wird.

·Verhütung der CMV-Infektion/-Erkrankung: 4× täglich 2 g Valacivir-Mepha während der vom Arzt bzw. der Ärztin vorgeschriebenen Behandlungsdauer.

Es sollte auf eine genügende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden.

Bei eingeschränkter Nierenfunktion wird der Arzt bzw. die Ärztin die Dosis entsprechend anpassen.

Eine begonnene Therapie mit Virostatika sollte so lange wie vom Arzt bzw. der Ärztin verordnet durchgeführt werden. Die Krankheitssymptome verschwinden oft, bevor die Infektion vollständig ausgeheilt ist. Deshalb sollte die Behandlung einige Tage über das Verschwinden der Krankheitszeichen hinaus fortgesetzt werden. Eine ungenügende Anwendungsdauer oder ein zu frühes Beenden der Behandlung kann ein erneutes Aufflammen der Erkrankung zur Folge haben.

Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt oder der Ärztin verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Valacivir-Mepha haben?

Bei der Einnahme von Valacivir-Mepha kann es zu Kopfschmerzen, Übelkeit, Bauchbeschwerden, Erbrechen und Durchfall kommen.

Selten wurden Überempfindlichkeitsreaktionen wie z.B. Hautausschläge, Lichtüberempfindlichkeit, Schwellungen im Gesicht, akute Atemnot und Kreislaufprobleme sowie Juckreiz beobachtet und ebenfalls selten wurde über Schwindel, Unruhe, Verwirrtheit, Halluzinationen, Verhaltensveränderungen, Zittern, Krämpfe, Bewegungsstörungen, Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Gliedmassen, Sehstörungen, wie z.B. verschwommenes Sehen, Sprachstörungen, Bewusstseinstrübung und Bewusstseinsverlust berichtet, dies jedoch vor allem bei Patienten mit ungenügender Nierenfunktion und bei Patienten, welche sehr hohe Dosen Valacivir-Mepha erhalten hatten. Sehr selten wurden Nierenschmerzen beobachtet. Bitte informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin. Er bzw. sie wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion überprüfen.

In sehr seltenen Fällen wurde über schwere Hautreaktionen berichtet. Anzeichen einer schweren Hautreaktion umfassen: Weit verbreiteter roter oder schuppiger Ausschlag mit Blasen (die Eiter enthalten können), Knoten unter der Haut; grippeähnliche Symptome mit Ausschlag, Fieber, geschwollene Lymphknoten und abnormalen Blutwerten (einschliesslich weisse Blutkörperchen). Kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt resp Ihre Ärztin, wenn Sie diese Symptome bemerken und setzen Sie die Einnahme von Valacivir-Mepha nur auf ausdrückliche ärztliche Anweisung fort.

Häufigkeit nicht bekannt (kann aus verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden): Andere schwere Hautreaktionen, wie z.B. grossflächiger roter Hautausschlag mit Blasen, der mit Hautabschälungen einhergehen kann. Kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt resp Ihre Ärztin, wenn Sie diese Symptome bemerken und setzen Sie die Einnahme von Valacivir-Mepha nur auf ausdrückliche ärztliche Anweisung fort.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Entsorgungshinweis

Entsorgen Sie keine Arzneimittel in das Abwasser oder den Hausmüll. Geben Sie abgelaufene oder nicht mehr benötigte Arzneimittel aus Haushalten an einer Abgabestelle (z.B. Apotheke, Drogerie, Arztpraxis) oder an einer Sammelstelle zurück. Diese Massnahmen tragen zum Schutz der Umwelt bei.

Lagerungshinweis

In der Originalverpackung und nicht über 25°C lagern.

Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Weitere Hinweise

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Valacivir-Mepha enthalten?

Wirkstoffe

Valaciclovir als Valaciclovir hydrochlorid.

Hilfsstoffe

Tablettenkern: Maisstärke, Croscarmellose-Natrium (E468), Natriumstearylfumarat, Cellulosepulver,

Filmüberzug: Hypromellose, Titandioxid (E171), Macrogol 400, Polysorbat 80.

Zulassungsnummer

58658 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Valacivir-Mepha? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken gegen ärztliche Verschreibung, die nur zum einmaligen Bezug berechtigt.

Packungsgrössen

Valacivir-Mepha, Filmtabletten zu 500 mg (teilbar) in Blisterpackungen: 10, 30, 42 und 90.

Valacivir-Mepha, Filmtabletten zu 1000 mg (teilbar) in Blisterpackungen: 10, 21 und 30.

Zulassungsinhaberin

Mepha Pharma AG, Basel.

Diese Packungsbeilage wurde im Dezember 2025 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

Interne Versionsnummer: 8.2

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