Viread

承認保有者: EurimPharm Swiss AG · 承認番号: 70372

これは公式患者情報(添付文書)です。相談や処方の代わりにはなりません:使用方法、投与量、副作用について質問がある場合は、医師または薬剤師にご相談ください。

概要

Viread はスイスで承認されています(承認番号 70372)。 承認取得者:EurimPharm Swiss AG。

保険適用状況: 保険適用 — 基本保険で給付

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Patienteninformation für Humanarzneimittel   Information für Patientinnen und Patienten   Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen. Dieses Arzneimittel   ist Ihnen persönlich verschrieben worden und Sie dürfen es nicht an andere Personen weitergeben.   Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte ihnen das Arzneimittel   schaden.   Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.   Viread®, Filmtabletten   Eingeführtes Arzneimittel gemäss Art. 14 Abs. 2 und 3 HMG („Parallelimport“) von Viread,   Filmtabletten (Zul.-Nr. 56251) der Zulassungsinhaberin Gilead Sciences Switzerland Sàrl, Zug.   Was ist Viread und wann wird es angewendet?   Viread enthält Tenofovirdisoproxil, einen antiviralen Wirkstoff, der bei Erwachsenen zur Behandlung   einer Infektion mit dem humanen Immundefizienzvirus (HIV) oder zur Behandlung der chronischen   Hepatitis B, einer Infektion mit dem Hepatitis-B-Virus (HBV), eingesetzt wird.   Zur Behandlung einer HIV-Infektion muss Viread immer in Kombination mit anderen Arzneimitteln   angewendet werden.   Sie müssen nicht mit HIV infiziert sein, damit Sie mit Viread gegen HBV behandelt werden können.   Tenofovir ist ein Nukleotid-Reverse-Transkriptase-Hemmer (im Allgemeinen als NRTI bezeichnet)   und stört die normale Aktivität von Enzymen (bei HIV: Reverse Transkriptase, bei Hepatitis B: DNA   Polymerase), die für die Vermehrung des Virus notwendig sind.   Viread erhalten Sie nur auf Verschreibung des Arztes bzw. der Ärztin.   Was sollte dazu beachtet werden?   Viread reduziert nicht die Gefahr einer Übertragung von HBV auf andere durch sexuellen Kontakt oder   kontaminiertes Blut. Sie müssen weiterhin Vorsichtsmassnahmen treffen, um dies zu verhindern.   Viread darf nicht für die Behandlung anderer Erkrankungen und auch nicht anderer Personen   verwendet werden.   Um Ihre HIV-Infektion unter Kontrolle zu halten und eine Krankheitsverschlechterung zu verhindern,   sollten Sie sich in Bezug auf die Behandlungsdauer mit Viread an die Empfehlung Ihres Arztes bzw.   Ihrer Ärztin halten. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird die Wirksamkeit (einschliesslich der Viruslast) der   Behandlung regelmässig kontrollieren und das Risiko einer HIV-Übertragung mit Ihnen besprechen.   Dieses Arzneimittel ist kein Heilmittel gegen eine HIV-Infektion. Sie können während der Einnahme von   Viread weiterhin Infektionen oder andere HIV-assoziierte Erkrankungen bekommen. Ihr Arzt bzw. Ihre   Ärztin wird Sie diesbezüglich überwachen.   Wenn Sie eine Hepatitis-B-Infektion haben, kann Ihnen Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin einen HIV-Test   anbieten, um eine gleichzeitige Infektion mit HIV und HBV auszuschliessen.   1 / 9   Patienteninformation für Humanarzneimittel   Wann darf Viread nicht eingenommen werden?   Viread darf nicht eingenommen werden,   • wenn Sie allergisch (überempfindlich) sind gegen Tenofovir, Tenofovirdisoproxil oder einen der   Hilfsstoffe dieses Arzneimittels.   • wenn Sie sehr schwerwiegende Probleme mit Ihren Nieren haben oder dialysepflichtig sind.   Wann ist bei der Einnahme von Viread Vorsicht geboten?   Es ist sehr wichtig, Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin zu informieren, wenn Sie an einer Leber- oder   Nierenerkrankung leiden oder gelitten haben, oder wenn auffällige Ergebnisse von Blut- oder   Urinuntersuchungen auf Probleme mit Ihrer Leber oder Ihren Nieren hinweisen.   Viread kann Auswirkungen auf Ihre Nieren haben oder den Phosphatgehalt in Ihrem Blut senken. Ihr   Arzt bzw. Ihre Ärztin wird einige Blutuntersuchungen anordnen, um Ihre Nierenfunktion zu kontrollieren.   Abhängig von den Ergebnissen dieser Untersuchungen kann Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin Sie anweisen,   Viread weniger häufig einzunehmen oder die Behandlung mit Viread zu unterbrechen.   Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie an einer Lebererkrankung, einschliesslich einer   Hepatitis, leiden oder gelitten haben. Patienten mit einer Lebererkrankung wie einer chronischen   Hepatitis B oder C, die antiretrovirale Arzneimittel erhalten, weisen ein erhöhtes Risiko   schwerwiegender, möglicherweise tödlicher Leberkomplikationen auf. Wenn Sie eine Hepatitis-B-   Infektion haben, wird Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin die für Sie am besten geeignete Behandlung   verschreiben. Wenn Sie eine Lebererkrankung oder eine chronische Hepatitis-B-Infektion haben oder   früher hatten, kann Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin Blutuntersuchungen durchführen, um die Leberfunktion   sorgfältig zu überwachen.   Die Anwendung und Sicherheit von Viread bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist bisher   nicht geprüft worden.   Viread wurde bei Patienten über 65 Jahren nicht untersucht und sollte bei diesen Patienten mit   besonderer Vorsicht eingesetzt werden.   Wenn bei Ihnen eine fortgeschrittene HIV-Infektion (AIDS) vorliegt und Sie zusätzlich eine Infektion   haben, können ab Behandlungsbeginn mit Viread Infektions- und Entzündungssymptome auftreten,   oder die Symptome einer vorbestehenden Infektion können sich verschlechtern. Solche Symptome   können darauf hinweisen, dass sich das verbesserte Immunsystem Ihres Körpers gegen die Infektion   zur Wehr setzt. Achten Sie nach Behandlungsbeginn mit Viread auf Anzeichen einer Entzündung oder   einer Infektion. Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, falls Sie Anzeichen einer   Entzündung oder einer Infektion bemerken.   Zusätzlich zu den Begleitinfektionen können nach Beginn der Einnahme von Arzneimitteln zur   Behandlung Ihrer HIV-Infektion auch Autoimmunerkrankungen auftreten (ein Zustand, bei dem das   Immunsystem gesundes Körpergewebe angreift). Autoimmunerkrankungen können viele Monate nach   Beginn der Behandlung auftreten. Wenn Sie irgendwelche Anzeichen einer Infektion oder andere   2 / 9   Patienteninformation für Humanarzneimittel   Symptome, wie z.B. Muskelschwäche, eine Schwäche, die in den Händen und Füssen beginnt und sich   in Richtung Rumpf fortsetzt, Herzklopfen, Zittern oder Hyperaktivität bemerken, informieren Sie bitte   unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, um die notwendige Behandlung zu erhalten.   Knochenerkrankungen. Bei einigen erwachsenen HIV-infizierten Patienten, die eine antiretrovirale   Kombinationsbehandlung erhalten, kann sich eine als Osteonekrose (Absterben von Knochengewebe   infolge unzureichender Blutversorgung des Knochens) bezeichnete Knochenerkrankung entwickeln.   Zu den vielen Risikofaktoren für die Entwicklung dieser Erkrankung können unter anderem die Dauer   der antiretroviralen Kombinationsbehandlung, die Anwendung von Kortikosteroiden, Alkoholkonsum,   eine starke Unterdrückung des Immunsystems oder ein höherer Body-Mass-Index (Masszahl zur   Beurteilung des Körpergewichts im Verhältnis zur Körpergrösse) gehören. Anzeichen einer   Osteonekrose sind Gelenksteife, -beschwerden und -schmerzen (insbesondere in Hüfte, Knie und   Schulter) sowie Schwierigkeiten bei Bewegungen. Falls Sie eines dieser Anzeichen bei sich bemerken,   sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin.   Knochenprobleme (die sich als anhaltende oder schlimmer werdende Knochenschmerzen äussern und   manchmal zu Knochenbrüchen führen) können auch in Folge von Schäden an den Zellen der   Nierenkanälchen auftreten (siehe auch «Welche Nebenwirkungen kann Viread haben?»). Informieren   Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn bei Ihnen Knochenschmerzen oder Knochenbrüche auftreten.   Tenofovirdisoproxilfumarat kann ausserdem zu einem Verlust von Knochenmasse führen. Insgesamt   sind die Auswirkungen von Tenofovirdisoproxilfumarat auf die langfristige Gesundheit der Knochen und   das zukünftige Risiko für Knochenbrüche bei erwachsenen Patienten nicht geklärt.   Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie an Osteoporose leiden, in der Vergangenheit   bereits Knochenbrüche erlitten haben oder wenn Sie andere Knochenprobleme haben.   Einnahme von Viread mit anderen Arzneimitteln   Nehmen Sie Viread nicht ein, wenn Sie bereits andere Arzneimittel einnehmen, die Tenofovirdisoproxil   enthalten. Nehmen Sie Viread nicht zusammen mit Arzneimitteln ein, die Adefovirdipivoxil oder   Tenofoviralafenamid enthalten.   Wenn Sie gleichzeitig mit HIV und HBV infiziert sind, muss Viread immer in Kombination mit anderen   Arzneimitteln angewendet werden, damit Ihre HIV-Infektion wirksam behandelt werden kann. Setzen   Sie andere Ihnen von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin verschriebene Arzneimittel gegen HIV nicht ab, wenn   Sie mit der Einnahme von Viread beginnen, ausser Sie wurden von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin   ausdrücklich hierzu angewiesen.   Viread soll auch nicht gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln, die Ihre Nieren schädigen können,   eingenommen werden. Dazu gehören:   • • • • Aminoglykoside, Pentamidin oder Vancomycin (bei bakteriellen Infektionen)   Amphotericin B (bei Pilzerkrankungen)   Foscarnet, Ganciclovir oder Cidofovir (bei Virusinfektionen)   Interleukin-2 (zur Krebsbehandlung)   3 / 9   Patienteninformation für Humanarzneimittel   • • • Adefovirdipivoxil (bei HBV-Infektionen)   Tacrolimus (zur Unterdrückung des Immunsystems)   Nicht steroidale antiinflammatorische Arzneimittel (NSAIDs, zur Linderung von Knochen- oder   Muskelschmerzen).   Falls dies unumgänglich ist, wird Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin Ihre Nierenfunktion einmal wöchentlich   kontrollieren. Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, falls Sie solche Arzneimittel einnehmen.   Informieren Sie ebenfalls Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie nicht-steroidale Entzündungshemmer   oder gewisse Blutdrucksenker (ACE-Hemmer) einnehmen.   Die gleichzeitige Einnahme von Viread mit anderen antiretroviralen Arzneimitteln, die Didanosin   enthalten, kann den Blutspiegel von Didanosin ansteigen lassen und die CD4-Zellzahl reduzieren.   Seltene Fälle einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse und einer Laktatazidose (Überschuss an   Milchsäure im Blut), die manchmal tödlich ausgingen, wurden bei der gleichzeitigen Anwendung von   Arzneimitteln, die Tenofovirdisoproxil und Didanosin enthalten, berichtet. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird   sorgfältig abwägen, ob Sie mit Tenofovirdisoproxil und Didanosin in Kombination behandelt werden   sollen.   Es ist auch wichtig, dass Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren, wenn Sie Ledipasvir/ Sofosbuvir   oder Sofosbuvir/ Velpatasvir oder Sofosbuvir/ Velpatasvir/ Voxilaprevir zur Behandlung einer Hepatitis-   C-Infektion einnehmen.   Natrium   Viread enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d.h. Viread ist nahezu «natriumfrei».   Lactose   Viread enthält 164 mg Lactose-Monohydrat. Bitte nehmen Sie Viread erst nach Rücksprache mit Ihrem   Arzt bzw. Ihrer Ärztin ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.   Fahrtüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen   Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder   Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen!   Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen   Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte) einnehmen!   Darf Viread während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?   Während der Schwangerschaft sollten Sie vor der Einnahme jeglicher Arzneimittel Ihren Arzt bzw. Ihre   Ärztin um Rat fragen.   Obwohl zur Einnahme von Viread während der Schwangerschaft begrenzte klinische Daten vorliegen,   darf Viread während der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin dies   ausdrücklich mit Ihnen besprochen hat.   • Wenn Sie Viread während der Schwangerschaft eingenommen haben, kann Ihr Arzt bzw. Ihre   Ärztin Sie zu regelmässigen Blutuntersuchungen und anderen diagnostischen Tests einbestellen,   um die Entwicklung Ihres Kindes zu überwachen.   4 / 9   Patienteninformation für Humanarzneimittel   • • Wenn Sie eine mit HBV-infizierte Mutter sind und Ihr Baby bei der Geburt eine Behandlung zur   Vorbeugung einer Übertragung von Hepatitis B erhalten hat, können Sie Ihren Säugling unter   Umständen stillen. Sprechen Sie zuerst mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin, um weitere Informationen   zu erhalten.   Bei HIV-positiven Frauen wird das Stillen nicht empfohlen, da eine HIV-Infektion über die   Muttermilch auf das Kind übertragen werden kann. Wenn Sie stillen oder beabsichtigen zu stillen,   sollten Sie dies so schnell wie möglich mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin besprechen.   Wie verwenden Sie Viread?   Nehmen Sie Viread immer genau nach Anweisung Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin ein, um zu   gewährleisten, dass Viread seine volle Wirkung entfalten kann und damit das Risiko einer   Resistenzentwicklung gegen die Behandlung verringert wird.   Die übliche Dosierung ist 1 Filmtablette Viread einmal täglich mit einer Mahlzeit.   Falls Sie Probleme mit den Nieren haben, kann Ihnen Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin eine andere Dosierung   verschreiben.   Falls Sie Schluckbeschwerden haben, können Sie die Tablette in etwa 100 ml (einem halben Glas)   Wasser, Orangensaft oder Traubensaft zerdrücken und dabei das Auflösen der Tablette mit der Spitze   eines Löffels beschleunigen. Rühren Sie anschliessend um, und trinken Sie das Glas sofort aus.   Wenn Sie HIV haben, wird Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin Viread nur in Kombination mit anderen   antiretroviralen Arzneimitteln verschreiben. Bitte lesen Sie in den Patienteninformationen der anderen   antiretroviralen Arzneimittel nach, wie diese Arzneimittel anzuwenden sind.   Setzen Sie andere Ihnen von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin verschriebene Arzneimittel gegen HIV nicht   ab, wenn Sie mit der Einnahme von Viread beginnen, und gleichzeitig mit HIV und HBV infiziert sind,   ausser Sie wurden von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin ausdrücklich hierzu angewiesen.   Kinder und Jugendliche   Die Anwendung und Sicherheit von Viread bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist bisher   nicht geprüft worden. Viread sollte bei diesen Patienten nicht angewendet werden.   Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke   zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder   Apothekerin.   Wenn Sie sich nach der Einnahme von Viread übergeben haben   Viread wird schnell vom Körper aufgenommen. Wenn Sie sich weniger als 1 Stunde nach der Einnahme   von Viread übergeben haben, müssen Sie eine weitere Tablette einnehmen. Sie brauchen keine   weitere Tablette einzunehmen, wenn Sie sich mehr als 1 Stunde nach der Einnahme von Viread   übergeben haben.   Wenn Sie eine grössere Menge von Viread eingenommen haben, als Sie sollten   5 / 9   Patienteninformation für Humanarzneimittel   Wenden Sie sich an Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin oder die nächste Notfallstation, wenn Sie versehentlich   zu viele Viread-Tabletten eingenommen haben. Nehmen Sie die Tablettenflasche mit, damit Sie leichter   beschreiben können, was Sie eingenommen haben.   Wenn Sie die Einnahme von Viread vergessen haben   Es ist wichtig, dass Sie keine Einnahme von Viread auslassen.   Wenn Sie dennoch eine Einnahme von Viread um bis zu 12 Stunden gegenüber der gewohnten   Einnahmezeit ausgelassen haben, holen Sie diese so bald wie möglich nach und nehmen Sie danach   die nächste Dosis zur gewohnten Zeit ein.   Wenn es ohnehin fast Zeit ist für Ihre nächste Dosis (weniger als 12 Stunden), holen Sie die versäumte   Dosis nicht mehr nach. Warten Sie und nehmen Sie die nächste Dosis zum gewohnten Zeitpunkt ein.   Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.   Wenn Sie die Einnahme von Viread abbrechen   Brechen Sie auf keinen Fall die Einnahme von Viread ab, ohne mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin zu   sprechen. Wenn Sie die Behandlung mit Viread abbrechen, kann dies zu einer verringerten   Wirksamkeit der von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin verschriebenen HIV-Therapie führen. Sprechen Sie   mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin, bevor Sie die Einnahme von Viread aus irgendeinem Grund   unterbrechen, insbesondere wenn Sie unter einer Nebenwirkung oder einer anderen Krankheit leiden.   Kontaktieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, bevor Sie wieder mit der Einnahme von Viread beginnen.   Sorgen Sie immer für einen ausreichenden Vorrat an Viread-Tabletten. Dies ist sehr wichtig, weil die   Virusmenge selbst bei kurzfristiger Unterbrechung der Behandlung schnell wieder ansteigen kann.   Danach ist es eventuell schwieriger, das Virus zu behandeln.   Wenn Sie mit Hepatitis B oder sowohl mit HIV als auch mit Hepatitis B infiziert sind (Koinfektion), ist es   besonders wichtig, dass Sie Ihre Behandlung mit Viread nicht ohne vorherige Rücksprache mit Ihrem   Arzt bzw. Ihrer Ärztin absetzen. Bei einigen Patienten zeigten Blutuntersuchungen oder Symptome eine   Verschlechterung der Hepatitis nach dem Absetzen von Viread. Es kann sein, dass man bei Ihnen über   mehrere Monate nach Behandlungsende Blutuntersuchungen durchführen muss, um Ihre   Leberfunktion zu kontrollieren. Bei manchen Patienten mit fortgeschrittener Lebererkrankung oder   -zirrhose wird das Abbrechen der Behandlung nicht empfohlen, da dies zu einer Verschlechterung Ihrer   Hepatitis führen kann. Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin unverzüglich alle neuen oder   ungewöhnlichen Symptome mit, die Ihnen nach dem Absetzen der Behandlung auffallen, vor allem   Beschwerden, die Sie mit Ihrer Hepatitis-B-Infektion in Zusammenhang bringen.   Welche Nebenwirkungen kann Viread haben?   Während einer HIV Therapie können eine Gewichtszunahme und ein Anstieg der Blutfett- und   Blutzuckerwerte auftreten. Dies hängt teilweise mit dem verbesserten Gesundheitszustand und dem   Lebensstil zusammen; bei den Blutfetten manchmal mit den HIV Arzneimitteln selbst. Ihr Arzt bzw. Ihre   Ärztin wird Sie auf diese Veränderungen hin untersuchen.   Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Viread auftreten:   6 / 9   Patienteninformation für Humanarzneimittel   Sehr häufig (betrifft mehr als einen von 10 Anwendern)   Schwindelgefühl, Durchfall, Erbrechen, Übelkeit.   Häufig (betrifft 1 bis 10 von 100 Anwendern)   Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, sich gebläht fühlen, Blähungen, Müdigkeit, Verlust von   Knochenmasse.   Selten (betrifft 1 bis 10 von 10'000 Anwendern)   Überschuss an Milchsäure im Blut (Laktatazidose): Laktatazidose ist eine schwerwiegende   Nebenwirkung, die tödlich sein kann. Tiefes, schnelles Atmen, Benommenheit und Allgemeinsymptome   wie Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen können die Entwicklung einer Laktatazidose anzeigen.   Kontaktieren Sie unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, falls Sie glauben eine Laktatazidose zu   haben.   Schmerzen im Oberbauch aufgrund einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse.   Veränderungen des Urins und Rückenschmerzen, die durch Nierenprobleme, wie Nierenversagen oder   Schäden an den Zellen der Nierenkanälchen, verursacht werden.   Hautausschlag.   Entzündung der Leber.   Sehr selten (betrifft weniger als 1 von 10'000 Anwendern)   Kurzatmigkeit, Schmerzen im Oberbauch aufgrund einer Leberentzündung, Schäden an den Zellen der   Nierenkanälchen, Schwächegefühl.   Andere mögliche Nebenwirkungen   Es können bei Ihnen auch Blutungen in die Haut, ungewohnte Blutergüsse und lang anhaltendes Bluten   nach einer Verletzung, allergische Reaktionen (einschliesslich Rötungen und Schwellungen),   Gefühlsverlust in den Armen und Beinen, Fettleber, schwere Hautreaktionen wie z.B. Stevens-   Johnson-Syndrom, Nierenentzündung, Ausscheiden grosser Urinmengen und Durstgefühl auftreten.   Infolge von Schäden an den Zellen der Nierenkanälchen können Rückenschmerzen,   Muskelschmerzen, Muskelschwäche, Muskelabbau und Erweichung der Knochen (mit   Knochenschmerzen und manchmal als Resultat Knochenbrüchen) auftreten.   Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie eine dieser Nebenwirkungen an sich bemerken.   Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin   oder Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage   angegeben sind.   Was ist ferner zu beachten?   Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet   werden.   Lagerungshinweis   Für Kinder unzugänglich aufbewahren.   Nicht über 30°C lagern.   7 / 9   Patienteninformation für Humanarzneimittel   In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.   Die Flasche fest verschlossen halten.   Die Flasche ist mit einem kindergesicherten Verschluss versehen und enthält ein Trocknungsmittel.   Bringen Sie nicht mehr benötigte Arzneimittel zur Entsorgung in Ihre Apotheke zurück.   Weitere Hinweise   Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese   Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.   Was ist in Viread enthalten?   1 Filmtablette enthält:   Wirkstoffe   245 mg Tenofovirdisoproxil (als Fumarat).   Hilfsstoffe   Tablettenkern:   Croscarmellose-Natrium,   Lactose-Monohydrat,   Magnesiumstearat   (E572),   mikrokristalline Cellulose (E460), vorverkleisterte Stärke.   Tablettenfilm: Triacetin (E1518), Hypromellose (E464), Indigocarmin-Aluminiumlack (E132), Lactose-   Monohydrat, Titandioxid (E171).   Zusammensetzung gemäss ausländischer Packungsbeilage.   Zulassungsnummer   Zulassungsnummer (Originalarzneimittel)   56251 (Swissmedic)   Zulassungsnummer (Parallelimportiertes Arzneimittel)   70372 (Swissmedic) (Slowakei)   Wo erhalten Sie Viread? Welche Packungen sind erhältlich?   In Apotheken gegen ärztliche Verschreibung, die nur zum einmaligen Bezug berechtigt.   Originalarzneimittel   Für Zul-Nr. 56251 verfügbar:   Filmtabletten 245 mg: 1 x 30.   Parallelimportiertes Arzneimittel   Für Zul-Nr. 70372 verfügbar:   Filmtabletten 245 mg: 1 x 30.   Zulassungsinhaberin   Zulassungsinhaberin (Original)   Gilead Sciences Switzerland Sàrl, Zug   Zulassungsinhaberin (Importeur)   EurimPharm Swiss AG, St.Gallen   8 / 9   Patienteninformation für Humanarzneimittel   Diese Packungsbeilage wurde im Juni 2024 letztmals durch die Arzneimittelbehörde   (Swissmedic) geprüft.   9 / 9  

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