YALDIGO® 1 g Suppositorien

Marketing authorisation holder: Tillotts Pharma AG · Authorisation number: 55497003

This is the official patient information (package leaflet). It does not replace advice or prescription: if you have questions about use, dosage or side effects, please consult your doctor or pharmacist.

At a glance

YALDIGO® 1 g Suppositorien is authorised in Switzerland (authorisation number 55497003). Marketing authorisation holder: Tillotts Pharma AG.

Reimbursement status: Not on the Specialties List — generally self-pay

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Patienteninformation für Humanarzneimittel   Bern, 06.05.2025   Information für Patientinnen und Patienten   Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen bzw. anwenden.   Dieses Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden und Sie dürfen es nicht an andere   Personen weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte   ihnen das Arzneimittel schaden.   Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.   YALDIGO 1 g   Was ist Yaldigo 1 g und wann wird es angewendet?   Auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin.   Yaldigo 1 g ist ein Arzneimittel zur lokalen Behandlung der entzündeten Mastdarm- und   Dickdarmschleimhaut. Yaldigo wirkt entzündungshemmend im akuten Schub der chronisch-   entzündlichen Darmerkrankung (Colitis ulcerosa). Yaldigo 1 g Zäpfchen werden zur Akutbehandlung   leichter bis mässig schwerer Fälle von Colitis ulcerosa im Rektumbereich angewendet.   Wann darf Yaldigo 1 g nicht angewendet werden?   Yaldigo 1 g darf nicht angewendet werden bei:   schweren Leber- und Nierenfunktionsstörungen;   Allergie gegen Salizylate;   Überempfindlichkeit gegenüber Mesalazin oder einem der Hilfsstoffe;   Kinder unter 2 Jahren.   Wann ist bei der Anwendung von Yaldigo 1 g Vorsicht geboten?   Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, insbesondere, wenn Sie   an Nierenfunktionsstörungen leiden.   Sollten Sie bei sich unerklärliche Blutungen, blaue Flecken, kleinfleckige Blutungen in der Haut,   Blutarmut, anhaltendes Fieber oder Halsschmerzen bemerken, so stoppen Sie sofort die Behandlung   und suchen Sie unverzüglich Ihren Arzt oder Ihre Ärztin auf, Ihr Blutbild könnte verändert sein. Ihr   Arzt oder Ihre Ärztin weiss, was in solchen Fällen zu tun ist.   Sollten akute Unverträglichkeitsreaktionen wie Krämpfe, Bauchschmerz, Fieber, schwerer   Kopfschmerz oder Hautausschläge auftreten, stoppen Sie die Behandlung sofort und suchen Sie   Ihren Arzt oder Ihre Ärztin auf.   1 / 5   Patienteninformation für Humanarzneimittel   Informieren Sie Ihren Arzt vor der Anwendung von Yaldigo, wenn Sie nach der Anwendung von   Mesalazin schon einmal einen schweren Hautausschlag oder Hautabschälungen, Blasenbildung und /   oder wunde Stellen im Mund hatten.   Wenn bei Ihnen starke oder wiederkehrende Kopfschmerzen, Sehstörungen oder ein Klingeln oder   Summen in den Ohren auftreten, wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt.   Es wurde über schwere Hautreaktionen, einschließlich Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und   systemischen Symptomen (DRESS-Syndrom), Stevens-Johnson-Syndrom (SJS) und toxischer   epidermaler Nekrolyse (TEN), im Zusammenhang mit Mesalazin-Behandlungen berichtet. Brechen   Sie unverzüglich die Anwendung von Mesalazin ab und begeben Sie sich umgehend in ärztliche   Behandlung, wenn Sie eines oder mehrere der unter Nebenwirkungen beschriebenen Symptome im   Zusammenhang mit diesen schwerwiegenden Hautreaktionen bei sich bemerken.   Vorsicht ist geboten, wenn Yaldigo Patienten mit Leber- oder Nierenfunktionsstörungen verabreicht   wird sowie bei Patienten mit früheren Überempfindlichkeitsreaktionen des Herzens (Myo- und   Perikarditis), unabhängig von deren Ursache.   Die Anwendung von Mesalazin kann zur Bildung von Nierensteinen führen. Die Symptome können   Flankenschmerzen und Blut im Urin umfassen. Achten Sie darauf, während der Behandlung mit   Mesalazin eine ausreichende Menge an Flüssigkeit zu sich zu nehmen.   Mesalazin kann nach Kontakt mit Natriumhypochlorit-Bleichmittel im Toilettenwasser eine rotbraune   Verfärbung des Urins hervorrufen. Es handelt sich um eine chemische Reaktion zwischen Mesalazin   und Bleichmittel und ist harmlos.   Vor und während der Behandlung mit Yaldigo wird Ihr Arzt oder Ihre Ärztin die Notwendigkeit von   regelmässigen Untersuchungen in Erwägung ziehen um zu überprüfen, dass Ihre Leber, Nieren,   Lungen und das Blut in Ordnung sind. Es wird empfohlen alle von Ihrem Arzt vorgesehenen   Untersuchungen termingerecht wahrzunehmen.   Bei Vorliegen von Magen- oder Darmgeschwüren oder Lungenerkrankungen, insbesondere Asthma   sollte die Behandlung mit Vorsicht begonnen werden.   Bei älteren Patienten ist die Anwendung von Yaldigo nur bei Vorliegen einer normalen Nieren- und   Leberfunktion empfohlen und sollte generell mit Vorsicht erfolgen.   Die Sicherheit und Wirksamkeit von Yaldigo wurde bei Kindern und Jugendlichen nicht ausreichend   untersucht.   Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie   . . . an anderen Krankheiten leiden,   Allergien haben oder   andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!   Arzneimittelwechselwirkungen mit den Blutverdünnungsmitteln Warfarin und Phenprocoumon, dem   Immunsuppressivum Azathioprin sowie den Zytostatika Mercaptopurin und Thioguanin sind bekannt.   2 / 5   Patienteninformation für Humanarzneimittel   Darf Yaldigo 1 g während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?   Yaldigo geht in die Muttermilch über. Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollten Sie Yaldigo   nur nach Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker bzw. der Ärztin oder Apothekerin anwenden.   Wie verwenden Sie Yaldigo 1 g?   Soweit nicht anders verschrieben 1 x täglich 1 Yaldigo Zäpfchen 1 g einführen. Die Zäpfchen Yaldigo   1 g sollten vorzugsweise vor dem Schlafengehen eingeführt werden.   Die Anwendung und Sicherheit von Yaldigo 1 g bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist   bisher nicht geprüft worden.   Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Falls Sie versehentlich eine Dosis   vergessen oder zu viel angewendet haben, teilen Sie das unverzüglich Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit.   Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt   oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.   Welche Nebenwirkungen kann Yaldigo 1 g haben?   Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem   auftreten müssen.   Beenden Sie die Anwendung sofort und suchen Sie unverzüglich ärztlichen Rat auf   - Wenn Sie blaue Flecken (ohne Verletzung), kleinfleckige Blutergüsse oder Flecken unter der   Haut, Blutarmut (Sie fühlen sich müde, schwach und sind blass, vor allem an den Lippen,   Nägeln und innerhalb der Augenlider), Fieber, Halsschmerzen oder ungewöhnliche Blutungen   (z.B. Nasenbluten) haben.   - Wenn bei Ihnen rötliche, nicht erhabene, zielscheibenartige oder kreisförmige Flecken am   Rumpf, häufig mit Blasenbildung in der Mitte, Abschälen der Haut, Geschwüre in Mund,   Rachen, Nase, an den Genitalien und Augen, großflächiger Ausschlag, Fieber und   vergrößerte Lymphknoten. Diesen schweren Hautreaktionen gehen mitunter Fieber und/oder   grippeähnliche Symptome voraus.   Kontaktieren Sie ihren Arzt sofort, wenn Sie starke oder wiederkehrende Kopfschmerzen,   Sehstörungen oder ein Klingeln oder Summen in den Ohren verspüren. Dies könnten Symptome   eines erhöhten Schädeldrucks sein (idiopathische intrakranielle Hypertonie).   Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Yaldigo 1 g auftreten:   Sehr häufig (betrifft mehr als einen von 10 Anwendern)   Kopfschmerz   Häufig (betrifft 1 bis 10 von 100 Anwendern)   Schwindel, Erbrechen, Bauchschmerz, Übelkeit, Durchfall, Verdauungsstörung, Hautausschlag,   Gelenkschmerz, Fieber.   3 / 5   Patienteninformation für Humanarzneimittel   Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1000 Anwendern)   Erhöhte Zahl eosinophiler Granulozyten, Gefühl von Nadelstichen, Kribbeln oder Taubheit auf der   Haut, Blähungen, Nesselfieber, Juckreiz, Muskelschmerzen, Brustschmerzen.   Selten (betrifft 1 bis 10 von 10‘000 Anwendern)   Entzündungen des Herzmuskels oder des Herzbeutels mit Symptomen wie Brustschmerzen oder   Herzklopfen, erhöhte Empfindlichkeit Ihrer Haut gegenüber Sonnenlicht und ultravioletter (UV-)   Strahlung (Photosensitivität).   Sehr selten (betrifft weniger als 1 von 10‘000 Anwendern)   Starke Verminderung der Zahl aller Blutzellen, welche Schwäche oder Blutergüsse verursachen kann,   oder Infektionen begünstigt, Erniedrigung der Zahl der Blutzellen, Verringerung der Anzahl   Blutplättchen mit erhöhtem Risiko für Blutungen, allergische Reaktionen wie Hautausschlag, durch   Medikamente ausgelöstes Fieber, das nach Absetzen abklingt, Erkrankung des Immunsystems,   welche Organe und Gelenke betreffen kann, Colitis ulcerosa des gesamten Dickdarms,   Taubheit/Kribbeln durch abnormale oder geschädigte Nerven, Lungenerkrankung (Vernarbung des   Lungengewebes, allergische Reaktion), verbunden mit Ansammlung von Flüssigkeit in der Lunge,   Lungenentzündung, Entzündung der Bauchspeicheldrüse (verbunden mit Schmerzen im Oberbauch   und Rücken sowie Übelkeit), Erhöhung der Leberwerte, Hepatitis (Entzündung der Leber mit Grippe-   ähnlichen Symptomen und Gelbsucht), Haarausfall, Nierenerkrankungen (z.B. Entzündung und   Vernarbung der Niere), Nierenversagen, welches nach frühem Absetzen des Arzneimittels reversibel   sein kann, Abnahme der Samenproduktion, die sich nach Absetzen des Arzneimittels wieder   normalisiert.   Einzelfälle   Schmetterlingsflechten-ähnliche Erkrankung des Immunsystems mit z.B.: Entzündung des   Herzbeutels oder Entzündung des Brustfells und des Herzbeutels, Hautauschlag und/oder   Gelenkschmerzen, Gewichtsverlust, Laborwerte ausserhalb des normalen Bereichs,   Unverträglichkeitsreaktionen einschliesslich verstärkter Symptome der Grunderkrankung,   Entzündungen des Lungenfells und des Brustfells, Lokalreaktion, Nierensteine und damit verbundene   Nierenschmerzen (siehe auch «Wann ist bei der Einnahme von Yaldigo 1 g Vorsicht geboten?»).   Eine nicht bekannte Zahl der oben genannten Nebenwirkungen hängt wahrscheinlich eher mit der   zugrundeliegenden, chronisch-entzündlichen Darmerkrankung als mit der Behandlung mit Yaldigo 1 g   zusammen. Dies gilt besonders für Nebenwirkungen des Magen- und Darmtraktes und   Gelenkschmerz.   Sollten Sie während der Behandlung mit Yaldigo 1 g solche oder andere Veränderungen oder   Missempfindungen bemerken, informieren Sie darüber sofort Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre   Ärztin oder Apothekerin.   4 / 5   Patienteninformation für Humanarzneimittel   Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder bzw. Ihre Ärztin oder   Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage   angegeben sind.   Was ist ferner zu beachten?   Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit „EXP“ bezeichneten Datum verwendet   werden.   Lagerungshinweis   Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.   Yaldigo 1 g Zäpfchen nicht über 30°C lagern und in der Originalverpackung aufbewahren, um den   Inhalt vor Licht zu schützen.   Weitere Hinweise   Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese   Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.   Was ist in Yaldigo 1 g enthalten?   Wirkstoffe   1 Yaldigo Zäpfchen enthält 1 g Mesalazin.   Hilfsstoffe   Hartfett.   Zulassungsnummer   55497 (Swissmedic).   Wo erhalten Sie Yaldigo 1 g? Welche Packungen sind erhältlich?   In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.   Zäpfchen zu 1 g: 10, 30 und 60.   Zulassungsinhaberin   Tillotts Pharma AG, 4310 Rheinfelden, Schweiz   Diese Packungsbeilage wurde im Mai 2025 letztmals durch die Arzneimittelbehörde   (Swissmedic) geprüft.   5 / 5  

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