This is the official patient information (package leaflet). It does not replace advice or prescription: if you have questions about use, dosage or side effects, please consult your doctor or pharmacist.
Toviaz® is authorised in Switzerland (authorisation number 58743). Marketing authorisation holder: Pfizer AG.
Reimbursement status: Reimbursed — covered by basic insurance
Automatically generated summary of the patient information, not reviewed by a doctor. It contains no dosage and does not assess your individual situation — the full leaflet is authoritative.
Toviaz is a muscarinic receptor antagonist used in adults for the treatment of overactive bladder and in children aged 6 years and older with neurological disorders for the treatment of overactive bladder. The medicine relaxes the bladder muscle, increases bladder capacity and reduces the frequency of urination.→
- The medicine must not be used in case of hypersensitivity to any ingredient, peanut or soya.→
- It must not be taken in case of urinary retention, delayed gastric emptying or acute colonic dilation.→
- Use is prohibited in case of severe liver problems or severe inflammatory bowel disease.→
- The medicine must not be used in case of immunologically caused muscle weakness or untreated angle-closure glaucoma.→
- In case of moderate to severe liver or kidney disease, Toviaz must not be taken together with certain other medicines.→
- The medicine must not be taken during pregnancy or while breastfeeding.→
- Before treatment, organic causes of uncontrollable urge to urinate and frequent urination must be excluded.→
- Particular caution is required in case of prostate disorders, outflow obstructions in the gastrointestinal tract, diaphragmatic hernia, as well as kidney, liver or nerve diseases.→
- If swelling of the skin or mucous membranes occurs, intake must be stopped immediately and medical help sought.→
- Interactions with many medicines may occur, including medicines for depression, Parkinson's disease, epilepsy, HIV, as well as certain antibiotics and antifungal agents.→
- Concomitant intake with grapefruit juice should be avoided.→
- As the medicine may impair near vision and cause drowsiness and dizziness, the ability to drive and operate machinery may be affected.→
The medicine must not be taken during pregnancy or while breastfeeding. Persons of childbearing potential must ensure reliable contraception during treatment.→
- Dry mouth
- Headache
- Constipation
- Insomnia
- Dizziness
- Abdominal pain
- Dry eyes
- Urinary tract infections
The medicine must not be stored above 25 °C, must be kept in the original packaging to protect from moisture and must be kept out of the reach of children.→
This patient information is not available in your language — the German version is displayed.
Information für Patientinnen und Patienten
Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen bzw. anwenden. Dieses Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden und Sie dürfen es nicht an andere Personen weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte ihnen das Arzneimittel schaden.
Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.
Toviaz®
Pfizer AG
Was ist Toviaz und wann wird es angewendet?
Toviaz ist ein so genannter Muskarinrezeptor-Antagonist, der bei Erwachsenen zur Behandlung einer überaktiven Blase und der damit verbundenen Symptome wie häufiges Wasserlassen, plötzlicher unkontrollierbarer Harndrang oder unfreiwilliger Harnverlust eingesetzt wird.
Bei Kindern ab 6 Jahren mit einem Körpergewicht über 25 kg wird Toviaz zur Behandlung einer überaktiven Blase aufgrund einer neurologischen Erkrankung angewendet, beispielsweise bei einer Spina bifida oder Meningomyelozele (angeborene Fehlbildungen des Rückenmarks).
Toviaz wirkt erschlaffend auf den überaktiven Blasenmuskel. Dadurch wird das Fassungsvermögen der Harnblase vergrössert, der erste Drang zum Wasserlösen verzögert und die Häufigkeit der willkürlichen und unwillkürlichen Blasenentleerungen gesenkt.
Auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin.
Wann darf Toviaz nicht eingenommen werden?
Falls Sie überempfindlich (allergisch) gegen einen Inhaltsstoff von Toviaz oder gegen Erdnuss bzw. Soja sind, an einem Harnverhalt, verlangsamter Magenentleerung, akuter Dickdarmerweiterung, schweren Leberproblemen, schwerer entzündlicher Darmerkrankung (Colitis ulcerosa), einer immunologisch bedingten Muskelschwäche (Myasthenia gravis) oder einer nicht behandelten Erhöhung des Augeninnendrucks (sogenannter grüner Star bei Engwinkelglaukom) leiden, dürfen Sie Toviaz nicht einnehmen.
Wenn Sie an mässigen bis schweren Leber- oder Nierenerkrankungen leiden, dürfen Sie Toviaz nicht zusammen mit bestimmten Arzneimitteln einnehmen. Bitte informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, falls Sie noch andere Arzneimittel einnehmen.
Wann ist bei der Einnahme von Toviaz Vorsicht geboten?
Vor einer Behandlung mit Toviaz sollten organische Ursachen für unkontrollierbaren Harndrang und häufiges Wasserlassen ausgeschlossen werden.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Ärztin, wenn Sie an einem oder mehreren der folgenden Zustände leiden:
·Prostataleiden sowie andere Krankheiten der unteren Harnwege, die den Harnfluss behindern;
·Abflussbehinderung im Magen-Darm-Trakt wie z.B. eine Verengung des Magenpförtners, welcher den Übertritt des Speisebreis vom Magen in den Zwölffingerdarm ermöglicht;
·Risiko für eine Beeinträchtigung der Magen-Darmtätigkeit;
·Zwerchfellhernie;
·Nierenerkrankungen;
·Lebererkrankungen;
·Nervenerkrankungen (Neuropathie);
·wenn Sie wegen einer Augenerkrankung mit der Bezeichnung Engwinkelglaukom behandelt werden;
·Herzerkrankungen.
Falls bei der Einnahme von Toviaz Schwellungen der Haut oder Schleimhaut auftreten (Angioödem), müssen Sie Toviaz sofort absetzen und umgehend Ihren Arzt oder Ihre Ärztin konsultieren.
Bei der Einnahme von Toviaz zusammen mit anderen Arzneimitteln kann es zu Wechselwirkungen kommen. Die Wirkung von Toviaz und/oder des anderen Arzneimittels kann dabei verstärkt oder abgeschwächt werden und/oder Nebenwirkungen können verstärkt auftreten. Diese Wechselwirkungen können mit vielen und sehr unterschiedlichen Arzneimitteln geschehen, und teilweise sind Dosisanpassungen nötig. Es ist deshalb wichtig, dass Sie vor der Einnahme eines anderen Arzneimittels (auch eines selbst gekauften!) während der Behandlung mit Toviaz Ihren Arzt oder Ihren Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Ihre Apothekerin informieren.
Folgende Arzneimittel können die Wirksamkeit von Toviaz steigern bzw. beeinträchtigen: Arzneimittel gegen Depressionen, Arzneimittel gegen die Parkinson'sche Krankheit, gewisse Arzneimittel gegen Epilepsie, bestimmte Arzneimittel gegen Übelkeit und Magenentleerungsstörungen (z.B. Paspertin), Arzneimittel zur Behandlung von HIV, sowie bestimmte Antibiotika (Mittel gegen Infektionen) und Arzneimittel zur Pilzbehandlung.
Die gleichzeitige Einnahme mit Grapefruitsaft ist zu vermeiden.
Da dieses Arzneimittel Störungen des Nahsehens verursachen kann und die Reaktionszeit beeinflusst (durch Schläfrigkeit und Schwindel), kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigt werden!
Toviaz enthält Lactose. Bitte nehmen Sie Toviaz erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.
Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin, wenn Sie
·an anderen Krankheiten leiden,
·Allergien haben oder
·andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen.
Darf Toviaz während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?
Falls Sie schwanger sind, es werden möchten oder wenn Sie stillen, dürfen Sie Toviaz nicht einnehmen. Wenn Sie Toviaz einnehmen und im gebärfähigen Alter sind, müssen Sie für eine zuverlässige Schwangerschaftsverhütung Sorge tragen.
Wie verwenden Sie Toviaz?
Erwachsene
Falls von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin nicht anders verordnet, soll einmal täglich eine Retardtablette zu 4 mg eingenommen werden. Je nachdem wie Sie auf das Arzneimittel ansprechen, kann Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin Ihre Dosis auf 8 mg täglich erhöhen.
Kinder ab 6 Jahren
Bei Kindern ab 6 Jahren mit einem Gewicht von mehr als 25 kg beträgt die empfohlene Dosis 4 mg einmal täglich. Falls erforderlich, kann der Arzt bzw. die Ärztin die Dosis auf 8 mg einmal täglich erhöhen.
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Toviaz sind bei Kindern unter 6 Jahren bisher nicht geprüft worden. Toviaz sollte in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Die Retardtabletten können zusammen mit einer Mahlzeit oder unabhängig davon eingenommen werden. Grapefruitsaft sollte jedoch vermieden werden, da er die Wirkung des Arzneimittels verändern kann. Die Retardtablette muss in jedem Fall ganz, d.h. unzerbrochen, eingenommen werden und darf nicht zerkaut werden.
Halten Sie sich an die Anordnung Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin, denn er/sie hat die Einnahmevorschrift und die Dosis auf Sie persönlich abgestimmt. Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Wenn Sie die Einnahme einer Tablette vergessen haben, holen Sie die Einnahme nach, sobald Sie sich daran erinnern, nehmen Sie aber nicht mehr als eine Tablette pro Tag ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, um eine vergessene Dosis nachzuholen.
Welche Nebenwirkungen kann Toviaz haben?
Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme oder Anwendung von Toviaz auftreten:
Sehr häufig (betrifft mehr als einen von 10 Behandelten)
Mundtrockenheit.
Häufig (betrifft 1 bis 10 von 100 Behandelten)
Kopfschmerzen, Verstopfung, Schlaflosigkeit, Schwindel, Bauchschmerzen, trockene Augen, schmerzhaftes Wasserlösen, Harnwegsinfektionen, Schmerzen im Ober- und Unterbauch, Magenbeschwerden, Durchfall, Übelkeit und trockener Rachen.
Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1000 Behandelten)
Schläfrigkeit, Geschmacksstörung, Drehschwindel (Vertigo), Verschwommensehen, Ausschlag, trockene Haut, Juckreiz, Blähungen, Schwierigkeiten mit der vollständigen Blasenentleerung, verzögertes Wasserlassen, Müdigkeit, Herzklopfen, beschleunigter Herzschlag, Husten, trockene Nase und Halsschmerzen, Taubheitsgefühl.
Selten (betrifft 1 bis 10 von 10'000 Behandelten)
Angioödem (geschwollene Augenlider, Lippen, Zunge oder geschwollenes Gesicht, Rachenödem), Nesselfieber, Verwirrtheit.
Bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 17 Jahren sind Durchfall, Harnwegsinfekte, Mundtrockenheit, Verstopfung, Bauchschmerzen, Übelkeit, Gewichtszunahme und Kopfschmerzen die am häufigsten beobachteten unerwünschten Reaktionen.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.
Was ist ferner zu beachten?
Haltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Lagerungshinweis
Nicht über 25 °C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.
Ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.
Weitere Hinweise
Wenn Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin Ihnen sagt, dass Sie die Behandlung abbrechen sollen, sollten Sie alle nicht gebrauchten Toviaz Retardtabletten Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin oder Ihrer Apotheke zurückbringen.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
Was ist in Toviaz enthalten?
Die Retardtabletten zu 4 mg sind hellblau, oval mit einseitiger Prägung der Buchstaben «FS».
Die Retardtabletten zu 8 mg sind blau, oval mit einseitiger Prägung der Buchstaben «FT».
Wirkstoffe
1 Retardtablette zu 4 mg enthält 4 mg Fesoterodinfumarat.
1 Retardtablette zu 8 mg enthält 8 mg Fesoterodinfumarat.
Hilfsstoffe
Retardtabletten zu 4 mg: Xylitol, Lactose-Monohydrat, mikrokristalline Cellulose, Hypromellose, Glyceroldibehenat, Poly(vinylalkohol), Macrogol 3350, Talkum, Sojalecithin, Titandioxid (E 171), Indigotin (E 132).
Retardtabletten zu 8 mg: Xylitol, Lactose-Monohydrat, mikrokristalline Cellulose, Hypromellose, Glyceroldibehenat, Poly(vinylalkohol), Macrogol 3350, Talkum, Sojalecithin, Titandioxid (E 171), Indigotin (E 132).
Zulassungsnummer
58743 (Swissmedic).
Wo erhalten Sie Toviaz? Welche Packungen sind erhältlich?
In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.
Toviaz 4 mg: 14 oder 84 Retardtabletten.
Toviaz 8 mg: 14 oder 84 Retardtabletten.
Zulassungsinhaberin
Pfizer AG, Zürich.
Diese Packungsbeilage wurde im Dezember 2023 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.
PIL V012
