Kaliumiodid axapharm

Marketing authorisation holder: Axapharm AG · Authorisation number: 67017

This is the official patient information (package leaflet). It does not replace advice or prescription: if you have questions about use, dosage or side effects, please consult your doctor or pharmacist.

At a glance

Kaliumiodid axapharm is authorised in Switzerland (authorisation number 67017). Marketing authorisation holder: Axapharm AG.

Reimbursement status: Not on the Specialties List — generally self-pay

In plain words

Automatically generated summary of the patient information, not reviewed by a doctor. It contains no dosage and does not assess your individual situation — the full leaflet is authoritative.

What it is used for

Kaliumiodid axapharm is an emergency medicine that saturates the thyroid gland and prevents the uptake of radioactive iodine into the thyroid in the event of exposure to radioactivity. Intake is ordered by the authorities when such exposure is expected in an area.→

When not to use it
  • The medicine must not be taken in cases of known iodine hypersensitivity.→
  • It must not be used in cases of untreated hyperthyroidism.→
  • Intake is not permitted in the skin condition dermatitis herpetiformis.→
  • The medicine must not be used in the condition iododerma tuberosum.→
  • Use is prohibited in the vascular disease hypocomplementaemic vasculitis.→
  • Persons with the congenital muscle disease myotonia congenita must not take this medicine.→
What to watch out for
  • Persons with medically managed hyperthyroidism should take the medicine while continuing their treatment and consult a doctor after the emergency situation.→
  • Newborns up to one month of age require medical monitoring with particular urgency after intake.→
  • Pregnant and breastfeeding women must undergo medical monitoring after the emergency situation.→
  • Persons being treated with lithium or diuretic medicines require medical monitoring after intake.→
  • The treating physician, particularly endocrinologists or nuclear medicine specialists, must be informed of the intake up to two years after use.→
  • In cases of known severe intolerance to lactose or galactose, tablets containing tilactase may be taken before intake.→
Pregnancy and breastfeeding

Intake should occur on the order of the authorities even during pregnancy and breastfeeding. Iodide passes into breast milk; nevertheless, breastfeeding may continue, provided the infant receives a separate dose and should be thoroughly examined after birth.→

Possible side effects→
  • metallic taste
  • vomiting
  • diarrhoea
  • stomach complaints
  • skin and mucous membrane reactions
  • conjunctivitis
  • painful swelling of the salivary glands
  • severe headache
Storage

The medicine must be stored in the original packaging at temperatures not exceeding 30°C and out of the reach of children.→

This patient information is not available in your language — the German version is displayed.

Kaliumiodid axapharm

Bei einer Gefährdung durch radioaktives Iod ordnen die Behörden über Radio und andere Medien sowohl die Bereitstellung als auch die Einnahme von Kaliumiodid axapharm Tabletten an.

Was ist Kaliumiodid axapharm und wann wird es angewendet?

Kaliumiodid axapharm ist ein Notfallmittel, das in der angegebenen Dosierung die Schilddrüse sättigt und damit bei einer Gefährdung durch Radioaktivität die Aufnahme von radioaktivem Iod in die Schilddrüse verhindert. Falls in ihrem Gebiet mit einer solchen Gefährdung gerechnet werden muss, ordnen die Behörden die Einnahme von Kaliumiodid axapharm Tabletten an.

Was sollte dazu beachtet werden?

Wenn bei einem schweren Kernkraftwerk-Störfall radioaktive Stoffe freigesetzt werden, wird mit Sirenen alarmiert. Danach werden die Anweisungen der Behörden über Radio und andere Medien bekanntgegeben.

Bitte nehmen Sie keine Tabletten ohne Aufforderung der Behörden ein.

Kaliumiodid axapharm Tabletten verhindern die Speicherung radioaktiven Iods in der Schilddrüse. Sie bieten aber keinen Schutz gegen Strahlung, die von aussen auf den Körper und die Atemwege wirkt. Deshalb muss bei einer Gefährdung durch Radioaktivität in jedem Fall das Hausinnere bzw. ein Keller oder Schutzraum aufgesucht werden.

Wann darf Kaliumiodid axapharm nicht eingenommen werden?

Kaliumiodid Tabletten dürfen bei bekannter Iodüberempfindlichkeit, unbehandelter Schilddrüsenüberfunktion oder einer der folgenden seltenen Haut-, Gefäss- oder angeborenen Muskelerkrankungen nicht eingenommen werden: Dermatitis herpetiformis, Iododerma tuberosum, hypokomplementämische Vaskulitis, Myotonia congenita. Sollten Sie an einer solchen Krankheit leiden, informieren Sie sich bei Ihrem Hausarzt, welche andere Massnahme für Sie am geeignetsten ist.

Wann ist bei der Einnahme von Kaliumiodid axapharm Vorsicht geboten?

Personen, die an einer Überfunktion der Schilddrüse leiden und medikamentös gut eingestellt sind, sollen Kaliumiodid axapharm Tabletten unter Beibehalten ihrer Behandlung einnehmen, jedoch nach Beendigung der Notfallsituation den Arzt aufsuchen. Eine ärztliche Kontrolle ist nach Beendigung der Notfallsituation bei folgenden Personen erforderlich: Neugeborene bis zum ersten Monat mit besonderer Dringlichkeit, Schwangere und Stillende, Personen, die mit Lithium oder entwässernden Arzneimitteln behandelt werden und Personen mit möglichen Nebenwirkungen. Teilen Sie die Einnahme von Kaliumiodid-Tabletten Ihrem behandelnden Arzt mit, insbesondere auch Endokrinologen oder Nuklearmedizinern bis zwei Jahre nach Einnahme. Dies gilt auch, wenn Sie nicht mit Kaliumiodid axapharm, sondern mit einer Ersatzmedikation behandelt werden.

Wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer nachgewiesenen, schweren Unverträglichkeit auf Lactose oder Galaktose leiden, können unmittelbar vor Einnahme von Kaliumiodid axapharm Tabletten Tilactase enthaltende Tabletten eingenommen werden.

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte) einnehmen!

Darf Kaliumiodid axapharm während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Die Einnahme sollte auf Anordnung der Behörden auch in der Schwangerschaft und Stillzeit erfolgen. Iodid geht in die Muttermilch über. Dennoch kann das Stillen weitergeführt werden. Die Zufuhr von Kaliumiodid über die Muttermilch ist jedoch kein Ersatz für die dem Neugeborenen bzw. Säugling separat zu verabreichende Dosis an Kaliumiodid (vgl. «Wie verwenden Sie...?»). Ausserdem sollte das Kind nach der Geburt eingehend bezüglich der Schilddrüsengrösse und -funktion untersucht werden.

Wie verwenden Sie Kaliumiodid axapharm?

Kaliumiodid axapharm Tabletten sollen mit reichlich Flüssigkeit und möglichst nicht auf nüchternen Magen eingenommen werden. Die Einnahme kann durch Auflösen in einem beliebigen Getränk erleichtert werden (Lösung nicht haltbar, deshalb sofort verbrauchen).

Empfohlene Dosierung:

·Neugeborene (auch gestillte Säuglinge behandelter Mütter) bis 1 Monat: ¼ Tablette einmalig.

·Kinder ab dem 2. Monat bis 3 Jahre: ½ Tablette pro Tag.

·Kinder ab dem 4. Jahr bis 12 Jahre: 1 Tablette pro Tag.

·Kinder über 12 Jahre sowie Erwachsene: 2 Tabletten auf einmal pro Tag.

·Schwangere und Stillende: 2 Tabletten auf einmal pro Tag, an max. 2 Tagen.

Schwangere und Stillende dürfen maximal an 2 Tagen je 2 Tabletten auf einmal einnehmen. Neugeborenen im 1. Lebensmonat darf nur einmalig ¼ Tablette gegeben werden, auch wenn für ältere Kinder und Jugendliche die Einnahme mehrere Tage hintereinander angeordnet wird.

Die Tabletten sind nach Aufforderung der Behörden möglichst rasch einzunehmen, um mit dem Iod aus den Tabletten dem radioaktiven Iod zuvorzukommen. Die Dauer der Anwendung richtet sich nach der Zeitdauer der jeweiligen Strahlensituation und wird von den Behörden angeordnet.

Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt oder der Ärztin verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. mit Ihrer Ärztin, Apothekerin oder Drogistin.  

Welche Nebenwirkungen kann Kaliumiodid axapharm haben?

Wenn die Kaliumiodid axapharm Tabletten mit viel Flüssigkeit und nicht auf nüchternen Magen eingenommen werden, ist die Häufigkeit von Nebenwirkungen gering. Vorübergehend können auftreten: metallischer Geschmack, Erbrechen, Durchfall, Magenbeschwerden, Haut- und Schleimhautreaktionen, Bindehautentzündung, schmerzhafte Speicheldrüsenschwellung, starke Kopfschmerzen, produktiver Husten, Bronchitis, Herzklopfen, Ruhelosigkeit, Überempfindlichkeitsreaktionen wie Fieber, Iodschnupfen, Ausschläge, Ödeme (Wasserablagerungen) vorwiegend im Gesicht oder Hals, Bronchospasmus, Gelenkschmerzen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder Drogist bzw. Ärztin, Apothekerin oder Drogistin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP.» bezeichneten Datum verwendet werden.

Lagerungshinweis

Nicht über 30°C aufbewahren.

In der Originalpackung und ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker oder Drogist bzw. Ärztin, Apothekerin oder Drogistin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Kaliumiodid axapharm enthalten?

1 Tablette enthält 65 mg Kaliumiodid (entspricht 50 mg Iod).

Wirkstoffe

Kaliumiodid.

Hilfsstoffe

Maisstärke, Lactose-Monohydrat, mikrokristalline Cellulose, basisches Butylmethacrylat-Copolymer, Magnesiumstearat.

Zulassungsnummer

67017 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Kaliumiodid axapharm? Welche Packungen sind erhältlich?

Diese Tabletten werden entweder von den verantwortlichen Behörden abgegeben oder können in Apotheken und Drogerien ohne ärztliche Verschreibung vorsorglich bezogen werden.

Packung zu 10 Tabletten.

Zulassungsinhaberin

axapharm ag, 6340 Baar

Diese Packungsbeilage wurde im September 2013 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

← Back to medicine search